Burg Bischofstein


In einer bau- und kunsthistorischen Abhandlung ist über die Burg folgendes zu gesagt:

"Hoch über der Mosel, auf steil nach drei Seiten abfallendem Schieferfels von etwa 190 m Höhe, liegt die "Burg Bischofstein", eine der schönsten mittelalterlichen Anlagen des Moseltales. Ihre hochstrebenden, düsteren Mauern, überragt von dem mächtigen Bergfried (25 m), schließen sich mit der auf halber Höhe gelegenen romanischen Kapelle zu einem stimmungsvollen Bild von außerordentlicher, landschaftlicher Schönheit zusammen. Eine fast uneinnehmbare Festung".

Tatsächlich ist die Burg während des gesamten Mittelalters nicht ein einziges Mal erobert worden.

Der Bau der Burg wurde um das Jahr 1200 von Heinrich von Bolanden begonnen. Nach Fertigstellung schenkte er sie 1259 dem Erzbischof Arnold II von Trier. Sie sollte den wichtigen, alten Moselübergang vom Hunsrück zum Maifeld gegen die Ausfälle der Raubritter vom Hunsrück schützen. Vor allem gegen den auf der Burg Waldeck hausenden Boos von Waldeck, erbitterter Feind des Trierer Bischofs und Plagegeist der wehrlosen Bauern. Der Erfolg dieser Schutzburg wurde nicht zuletzt durch den schon erwähnten Bergfried garantiert, dessen Mauern 3 m stark sind. In halber Höhe verläuft ein breiter, heller Putzstreifen, der zu den verschiedenartigen Deutungen Anlass gegeben hat, jedoch einem ehemaligen Wehrgang zugehören dürfte. (Deutung) Die Burg bleib ständig im Besitz der Kurfürsten zu Trier, wenn sie auch wechselnden Archediakonen als Lehen gegeben wurde. All diesen Lehnsherren war auferlegt, sie in gutem baulichen Zustand zu halten und den Moselübergang zu schützen. Erst während der Raubkriege Ludwigs XIV schossen Kanonen die Baulichkeiten zusammen. Notdürftig instandgesetzt - waren es die französischen Revolutionsheere, die sie verwüsteten. 1803 wurde sie zugunsten der franz. Staatskasse zum Abbruch versteigert. In den folgenden Jahrzehnten verfiel sie immer mehr.

1933 erwarb der wohlhabende Bauherr Erich Decu aus Damstadt die Ruine und baute die Burg wieder auf.

Heute ist sie im Besitz des Fichte-Gymnasiums aus Krefeld und dient als Landschulheim.