Kapelle Unterbischofstein

Die auf schmalem Felsgrat unterhalb der Burg Bischofstein gelegene Kapelle "Unterbischofstein" früher mal St. Pauls-Kapelle, ist eine uralte Stätte christlichen Glaubens, früher auch ein sehr bekannter Wallfahrtsort.Viele Gläubige aus Eifel und Hunsrück pilgerten dorthin. Auch heute noch wird die Kapelle von Einheimischen und Fremden gerne aufgesucht. Sie ist mit ihren Anfängen älter als die Burg Bischofstein. Die Osthälfte des heutigen Langhauses, der zur Mosel vorgeschobene kleine Chor, gehört einem frühromanischen Bauabschnitt an und kann um 1190 datiert werden. Im Jahre 1228 wird in einem Dokument bereits dieses bauliche Kleinod erwähnt. Das jetzige Kreuzgewölbe stammt aus dem frühen 14. Jahrhundert. Wie selten und historisch interessant dieser frühromantische Baustil ist, beweist der Umstand, dass der Landeskoservator 1933 das Einziehen einer Zwischendecke nicht zuließ. Im Laufe der Jahrhunderte und vieler kriegerischer Ereignisse (30-jähriger Krieg - Revolutionskriege) nahm ihr Verfall zu und sie war dem Einsturz nahe.

 

1883 erwarb sie der Burgener Pastor Xaver Fischer für die Burgener Pfarrei zurück und ließ sie größtenteils auf eigene Kosten restaurieren.

 

Ein in Burgen gegründetes Kuratorium "Unterbischofstein" kümmert sich seit der von ihm initiierten Restauration im Jahr 1974 sehr intensiv um das Kirchlein.

 

Machen Sie sich die Mühe, einmal aufzusteigen und die Kapelle zu besuchen. Sie ist ganzjährig geöffnet.

 

Achten Sie dabei auf den herrlichen, farbenfrohen Steinaltar - früher Barock - aus dem Jahre 1653

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